Geschichte

Aus der Stadtgeschichte

10.9.1391
König Wenzel genehmigt den Brüdern Hans V., Albrecht und Eberhard von Hirschhorn, "das Dorf um der Hirtzhorn der Vesten gelegen zu einem Stetlein" zu machen. Die auf der Hirschhorner Gemarkung gelegenen Dörfer Ersheim, Ramsau, Krautlach und Weidenau werden bald aufgegeben, da die Einwohner in den Schutz der neuen, planmäßig angelegten, befestigten Stadt übersiedeln. Unter dem Schutz der Ritter gelangt die Stadt zu Wohlstand. Fischerei und Flößerei werden die bedeutendsten Gewerbe der Stadt

1404
Verleihung eines Wochenmarktes durch König Ruprecht

25.07.1406
Erster urkundlicher Nachweis des Stadtsiegels

1413
Erstnennung der Hirschhorner Vorstadt mit einer Badestube

1556
Das sogenannte Hinterstädtchen wird durch Feuer fast vollständig vernichtet.

1558
Zählt man in Hirschhorn 117 Häuser, 134 Bürger, im Jahre 1600 ca. 200 Hofstätten.

1565
Der Eisgang auf dem Neckar reißt Teile der Stadtmauer nieder.

1632
Mit dem Tode Friedrichs von Hirschhorn verliert Hirschhorn seine Zentrumsfunktion mit Neuverteilung der ausgedehnten Ländereien. Das Städtlein wird in die Wirren des 30-jährigen Krieges hineingezogen, kommt als heimgefallenes Lehen in Kurmainzer Besitz, das die Neckarstadt an den Kölner Hofbeamten Rudolf Raitz von Frentz weiter verpfändet. Rücksichtslose Ausbeutung durch die Pfandherren, Pest ( 1635 ). Gegenreformation und die Kriege Ludwigs des XIV. von Frankreich bringen die Stadt in völlige Armut, von der sie sich nach Beendigung der Verpfändung ( 1700 ) unter Kurmainzer Herrschaft langsam erholt.

1802/03
Hirschhorn fällt an Hessen Darmstadt. Wird 1821-32 eigener hessischer Landratssitz und 1865 endgültig dem Kreis Heppenheim/Bergstraße eingegliedert.

1841
Beginn der Dampfschiffahrt auf dem Neckar, 1878 der Kettenschleppschiffahrt, die die bisherige wirtschaftlich unrentable Treidelschiffahrt ablöst.

1849
Gefechte zwischen Hanauer Turnerwehr, badischen Freischärlern und Bundestruppen in und um Hirschhorn

1879
Betriebsbeginn der Neckartalbahn

1892
Einweihung der neuerbauten evangelischen Kirche

1914
Erste private Stromversorgung in Hirschhorn

1933
Einweihung der Neckarstaustufe und der neugebauten Neckarbrücke

nach 1945
Flüchtlinge, vornehmlich aus dem Sudetengebiet, finden in Hirschhorn eine neue Heimat

1959
Eröffnung des Schloßhotels; Erweiterung der Schleuse als Doppelschleuse

1960
Hirschhorn wird anerkannter Luftkurort

1972
Die Gemeinde Langenthal wird Hirschhorner Stadtteil.

1981
Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Château Landon

1976/82
Großprojekt Brücke-Tunnel-Brücke mit Verkehrsübergabe am 17.9.1982

1985
Beginn der Altstadtsanierung.

1993
Jahrhunderthochwasser des Neckar


Bevölkerungsentwicklung der Stadt Hirschhorn

1400
400-500
1550
600
1600
ca. 1000
1650
ca. 200 (30jähriger Krieg)
1700
ca. 450
1800
ca. 1150
1850
ca. 1900
1855
1796
1900
1994
1930
2300
1939
2196
1950
3079
1960
3132
1970
3571
1972
4070 (Eingemeindung Langenthal)
1980
4017
1987
3832 (Nach Volkszählung)
1989
3867
1999 3731
2002 3947